Zur Vorgeschichte der Währungsreform von 1948

waehrungsreformEckard Wandel
Akademische Beiträge zur Politischen Bildung, Währungsreform und Soziale Marktwirtschaft, Rückblicke und Ausblicke. (hrsg. Peter Hampe), Olzog Verlag München, 1989, S. 41-54.

Die wirtschaftliche Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland, von einem besiegten und geteilten Land zu einer führenden Wirtschaftsmacht, zählt zu den erstaunlichsten Phänomenen ihrer bislang 40jährigen Geschichte. Die sich zuspitzenden wirtschaftlichen Probleme der „sozialistischen“, aber auch vieler „Dritte Welt“-Länder machen die Frage nach den Bedingungen und Ursachen des westdeutschen „Wirtschaftswunders“ über ein reines zeitgeschichtliches Interesse hinaus besonders aktuell.
Im Zentrum des vorliegenden Buches stehen die beiden großen wirtschaftspolitischen Reformen vom Sommer 1948, die Währungs- und die Wirtschaftsreform, die offenkundig für die wirtschaftliche Entwicklung der Bundesrepublik eine Schlüsselrolle gespielt haben. Die Autoren beleuchten wichtige Aspekte dieser wirtschaftspolitischen Maßnahmen und ihrer Folgen. Dabei werden eine ganze Reihe von Erfahrungen und Lehren deutlich, die für die künftige Wirtschaftspolitik in der Bundesrepublik und in anderen Ländern genutzt werden können und sollten.